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Patch-Management: Updates sicher und planbar

Ungepatchte Schwachstellen gehören zu den häufigsten Einfallstoren. Ein klares Patch-Verfahren sorgt dafür, dass Updates zeitnah, getestet und ohne Überraschungen eingespielt werden.

Von INZOSO Resilience · Stand · 2 Min. Lesezeit

Warum Patchen so wichtig ist

Sobald ein Hersteller eine Sicherheitslücke schließt, ist sie öffentlich bekannt, und Angreifer nutzen sie oft binnen kurzer Zeit aus. Der Abstand zwischen Veröffentlichung des Updates und Einspielen ist das Zeitfenster, in dem Ihr System angreifbar ist. Ziel eines Patch-Verfahrens ist, dieses Fenster klein zu halten.

Bausteine eines Patch-Verfahrens

  • Inventar: Was gibt es überhaupt? Clients, Server, Netzwerkgeräte, Firmware, Anwendungen.
  • Priorisierung: Aktiv ausgenutzte und kritische Lücken zuerst, besonders bei aus dem Internet erreichbaren Systemen.
  • Testgruppe: Updates zuerst auf wenigen, unkritischen Geräten ausrollen.
  • Ringe oder Wellen: danach schrittweise auf alle Geräte, mit Pausemöglichkeit bei Problemen.
  • Wartungsfenster: feste Zeiten für Server, abgestimmt mit den Fachbereichen.
  • Rückfallplan: Snapshots oder Backups, damit ein fehlerhaftes Update zurückgenommen werden kann.
  • Kontrolle: Berichte darüber, welche Geräte noch nicht aktuell sind.

Werkzeuge

Für Windows-Umgebungen gibt es mehrere Wege: Windows Update for Business über Intune für moderne, cloudverwaltete Geräte, WSUS oder Configuration Manager (SCCM) für klassische Umgebungen sowie Drittanbieter-Werkzeuge für Anwendungen. Unter Linux erledigt das die Paketverwaltung, ergänzt durch Automatisierung. Wichtig ist nicht das Werkzeug, sondern ein festgelegter, kontrollierter Ablauf.

Was oft vergessen wird

Firmware von Routern, Firewalls und Access Points, Anwendungen von Drittanbietern, Hypervisoren und Geräte, die selten im Büro sind. Auch Systeme, die „nicht angefasst werden dürfen", brauchen einen Plan: Wo Patchen nicht möglich ist, sollte das System zumindest isoliert und besonders überwacht werden.

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Häufige Fragen

Wie schnell sollte man Sicherheitsupdates einspielen?

Kritische und aktiv ausgenutzte Lücken so schnell wie möglich, idealerweise innerhalb weniger Tage. Reguläre Updates in festen Zyklen, nach Test auf einer Pilotgruppe.

Was ist der Unterschied zwischen WSUS und Intune für Updates?

WSUS und Configuration Manager verwalten Updates für klassische, meist lokal verwaltete Geräte. Intune steuert Updates cloudbasiert über Windows Update for Business und eignet sich besonders für Geräte außerhalb des Firmennetzes.

Was tun mit Systemen, die sich nicht patchen lassen?

Isolieren, Zugriff stark einschränken, zusätzlich überwachen und einen Ablöseplan festlegen.

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