Was die 3-2-1-Regel besagt
- 3 Kopien Ihrer Daten: das Original und zwei Sicherungen.
- 2 verschiedene Medien oder Systeme, zum Beispiel Server-Storage und ein separates Sicherungssystem.
- 1 Kopie an einem anderen Ort, etwa in einem anderen Gebäude oder bei einem Dienstleister.
Die erweiterte Regel 3-2-1-1-0
Gegen Ransomware reicht die klassische Regel oft nicht, weil Schadsoftware auch erreichbare Sicherungen verschlüsselt. Deshalb ergänzt man eine Kopie, die offline oder unveränderbar (immutable) gespeichert ist, und prüft, dass nach der Kontrolle null Fehler auftreten. Das letzte Stück ist entscheidend: Nur eine getestete Wiederherstellung beweist, dass das Backup funktioniert.
Was Sie festlegen sollten
- Was wird gesichert? Server, Datenbanken, Konfigurationen, Cloud-Daten wie Postfächer und Dateien.
- Wie oft? Das hängt davon ab, wie viel Arbeit Sie im Ernstfall verlieren dürfen (Recovery Point Objective).
- Wie schnell zurück? Die tolerierbare Ausfallzeit bestimmt Technik und Aufwand (Recovery Time Objective).
- Wie lange aufbewahren? Berücksichtigen Sie Aufbewahrungsfristen und Datenschutz.
- Wer testet? Mindestens einmal pro Quartal eine Wiederherstellung, dokumentiert.
Typische Fehler
Häufig liegt das Backup im selben Netz mit denselben Zugangsdaten wie die Produktion. Dann verschlüsselt ein Angreifer beides. Weitere Fehler sind nie getestete Wiederherstellungen, vergessene Systeme und Cloud-Daten, bei denen man annimmt, der Anbieter sichere sie ausreichend. Bei Microsoft 365 oder ähnlichen Diensten sollten Sie die Aufgabenteilung im Vertrag prüfen.