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WISSEN / IDENTITY, ACTIVE DIRECTORY UND ZUGRIFFE

Berechtigungskonzept erstellen: Rollen statt Einzelrechte

Wer darf was? Ein Rollen- und Berechtigungskonzept beantwortet das nachvollziehbar und verhindert wuchernde Rechte, die über Jahre entstehen.

Von INZOSO Resilience · Stand · 2 Min. Lesezeit

Warum ein Konzept nötig ist

Ohne Konzept vergibt man Rechte „nach Zuruf": Ein Mitarbeiter wechselt die Abteilung und behält alte Zugriffe, neue Kollegen erhalten Kopien fremder Berechtigungen. Nach Jahren hat niemand mehr den Überblick, und Prüfungen werden zur Detektivarbeit.

Vorgehen in Schritten

  • Bestandsaufnahme: Welche Systeme, Ordner und Anwendungen gibt es, und wer hat heute Zugriff?
  • Rollen definieren: Aufgabenprofile wie Buchhaltung, Vertrieb, Verwaltung, Administration.
  • Berechtigungen den Rollen zuordnen, nicht einzelnen Personen.
  • Gruppen als Träger der Rechte: Benutzer kommen in Rollengruppen, Ressourcen werden Gruppen zugewiesen.
  • Verantwortliche festlegen: Wer genehmigt Zugriffe auf welche Daten?
  • Prozess für Ein-, Um- und Austritt verbindlich regeln.
  • Regelmäßig prüfen: Rezertifizierung der Rechte, etwa jährlich.

Bewährte Muster

In Windows-Umgebungen hat sich die Verschachtelung bewährt: Benutzer in globalen Gruppen, diese in domänenlokalen Gruppen, denen die Rechte an Ressourcen zugewiesen werden (AGDLP). In Cloud-Umgebungen übernehmen Entra-Gruppen und rollenbasierte Zugriffssteuerung diese Aufgabe. Wichtig ist das Prinzip der minimalen Rechte.

Ergebnis

Ein verständliches Dokument, das Rollen, Rechte, Verantwortliche und Abläufe beschreibt, und eine technische Umsetzung, die damit übereinstimmt. Das erleichtert Audits, Onboarding und den Nachweis nach Datenschutz- und Sicherheitsvorgaben.

BerechtigungskonzeptRollenkonzeptRBACLeast PrivilegeAGDLPRechtevergabe

Häufige Fragen

Was ist ein Berechtigungskonzept?

Ein Dokument und eine technische Struktur, die festlegt, welche Rollen welche Zugriffe auf Systeme und Daten erhalten, wer sie genehmigt und wie sie geprüft werden.

Was bedeutet Least Privilege?

Jeder erhält nur die Rechte, die er für seine Aufgabe braucht, nicht mehr.

Was ist AGDLP?

Ein Muster für Windows-Umgebungen: Accounts kommen in globale Gruppen, diese in domänenlokale Gruppen, denen die Berechtigungen auf Ressourcen zugewiesen sind.

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