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WISSEN / IDENTITY, ACTIVE DIRECTORY UND ZUGRIFFE

Active Directory absichern: Die wichtigsten Schritte

Das Active Directory ist das Herz vieler Netzwerke und ein Hauptziel von Angreifern. Mit einigen gezielten Schritten lässt sich das Risiko stark senken.

Von INZOSO Resilience · Stand · 2 Min. Lesezeit

Warum AD so attraktiv ist

Wer die Kontrolle über das Active Directory übernimmt, kontrolliert praktisch das gesamte Netzwerk. Angriffe verlaufen oft nach demselben Muster: ein Konto wird übernommen, Rechte werden ausgeweitet, bis ein Domänenadministrator erreicht ist. Die Abwehr setzt an jeder dieser Stufen an.

Die wichtigsten Maßnahmen

  • Privilegierte Konten reduzieren: Die Gruppe der Domänenadministratoren sollte klein sein, und Administratoren nutzen separate Konten, die nicht für E-Mail und Surfen dienen.
  • Tiering-Modell: Zugänge zu Domänencontrollern, Servern und Arbeitsplätzen trennen, damit ein gestohlenes Konto nicht die ganze Umgebung öffnet.
  • Lokale Administratorkennwörter einzigartig machen: Windows LAPS vergibt je Gerät ein eigenes Kennwort.
  • Dienstkonten absichern: lange, zufällige Kennwörter oder gruppenverwaltete Dienstkonten (gMSA) gegen Kerberoasting.
  • Veraltete Protokolle abschalten: NTLMv1, SMBv1 und unsichere Verschlüsselung.
  • Delegierung prüfen: uneingeschränkte Kerberos-Delegierung vermeiden.
  • Zertifikatsdienste prüfen: Fehlkonfigurierte Vorlagen sind ein bekannter Angriffsweg.
  • Protokollierung und Überwachung: Änderungen an privilegierten Gruppen und auffällige Anmeldungen erfassen.
  • Sicherung der Domänencontroller: regelmäßige, getestete Backups und Wiederherstellungsplan für das Verzeichnis.

Erst messen, dann ändern

Bevor Sie Einstellungen verändern, sollten Sie wissen, wo Sie stehen. Ein Active-Directory-Audit prüft Konten, Gruppen, Richtlinien, Vertrauensstellungen und Konfiguration und liefert eine priorisierte Maßnahmenliste. So vermeiden Sie, dass eine Härtung Anwendungen lahmlegt, die auf alte Protokolle angewiesen sind.

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Häufige Fragen

Was ist Kerberoasting?

Ein Angriff, bei dem Angreifer Kerberos-Tickets von Dienstkonten anfordern und offline deren Kennwort knacken. Lange, zufällige Kennwörter oder gMSA-Konten machen das praktisch unmöglich.

Was ist das Tiering-Modell?

Eine Trennung der Verwaltungsebenen für Domänencontroller, Server und Arbeitsplätze, damit Administratoren sich nur dort anmelden, wo es nötig ist, und Anmeldedaten nicht auf unsicheren Geräten liegen.

Wie oft sollte man ein Active Directory prüfen?

Mindestens einmal jährlich und bei größeren Änderungen, etwa Migration, Übernahme oder Cloud-Anbindung.

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