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WISSEN / IDENTITY, ACTIVE DIRECTORY UND ZUGRIFFE

Privileged Access Management (PAM) erklärt

Administratorrechte sind der wertvollste Besitz eines Angreifers. PAM sorgt dafür, dass sie nur dann und nur so lange existieren, wie sie gebraucht werden.

Von INZOSO Resilience · Stand · 1 Min. Lesezeit

Was PAM ist

Privileged Access Management bezeichnet Verfahren und Werkzeuge, um privilegierte Konten wie Administratoren, Dienstkonten und Notfallzugänge zu kontrollieren. Statt dauerhafter Rechte erhalten Personen Berechtigungen nur bei Bedarf, befristet und nachvollziehbar.

Kernprinzipien

  • Minimale Rechte: nur die Rechte, die für die Aufgabe nötig sind.
  • Just-in-Time: Rechte werden für einen begrenzten Zeitraum vergeben und danach entzogen (Zero Standing Privileges).
  • Passwort-Tresor: privilegierte Zugangsdaten liegen verschlüsselt und werden nach Gebrauch rotiert.
  • Freigabe und Begründung: Zugriff auf besonders kritische Systeme erfordert Genehmigung.
  • Aufzeichnung: Sitzungen und Änderungen werden protokolliert, um sie nachzuvollziehen.

Wann sich PAM lohnt

Sobald mehrere Administratoren oder externe Dienstleister auf Server und Netzwerkgeräte zugreifen, ist dauerhafter Vollzugriff ein Risiko. PAM unterstützt außerdem Nachweispflichten, etwa im Rahmen von NIS-2 oder ISO 27001, weil Zugriffe dokumentiert sind.

Einstieg in kleinen Schritten

  • Privilegierte Konten inventarisieren und Überflüssige entfernen.
  • Separate Administratorkonten einführen und MFA erzwingen.
  • Gemeinsam genutzte Kennwörter durch einen Tresor ersetzen.
  • Befristete Rechtevergabe für sensible Aufgaben einrichten.
  • Protokolle regelmäßig auswerten.

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Häufige Fragen

Was bedeutet PAM in der IT?

PAM steht für Privileged Access Management, die Kontrolle und Überwachung privilegierter Konten wie Administratoren und Dienstkonten.

Was ist Just-in-Time-Zugriff?

Rechte werden nur bei Bedarf und für einen begrenzten Zeitraum vergeben und danach automatisch entzogen. Dauerhafte Administratorrechte entfallen.

Brauchen kleine Unternehmen PAM?

Nicht unbedingt als große Plattform, aber die Prinzipien gelten auch dort: getrennte Administratorkonten, MFA, ein Passwort-Tresor und kein dauerhafter Vollzugriff.

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